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St. Marienkirche AltenschönbachSt. Marienkirche Altenschönbach

Unsere neue Pfarreigemeinschaft mit den Gemeinden Prichsenstadt, Altenschönbach, Bimbach und Brünnau freut sich auf den neuen Pfarrer und seine Familie...

Veröffentlicht am 05.05.2020

Unser neuer Pfarrer Martin Voß mit seiner Frau TanjaUnser neuer Pfarrer Martin Voß mit seiner Frau TanjaEs hört sich an wie ein Wunder, aber es gibt auch während der Corona-Zeit noch erfreuliche Neuigkeiten, so auch in den evangelischen Pfarrgemeinden im Landkreis Kitzingen. In der St. Sixtus-Kirche Prichsenstadt fand unter Einhaltung der strengen Corona-Vorgaben eine Andacht statt, bei der der neue Pfarrer Martin Voß von Dekan Günther Klöss-Schuster feierlich in sein Amt eingeführt wurde. Die Andacht fand im engen Kreis, bestehend aus einigen Angehörigen des Pfarrers und seiner Frau Tanja, sowie einigen wenigen Kirchenvorständen aus Prichsenstadt, Altenschönbach, Bimbach und Brünnau statt. Dabei wurden auf Geheiß des Dekans die Kirchenlieder nicht laut gesungen, sondern höchstens leise zum Orgelklang mitgesummt.

Nach dem Eingangslied und den Begrüßungsworten verlas Dekan Günther Klöss-Schuster die Urkunde der Landeskirche aus München, die von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm unterzeichnet worden war. Darin stand, dass Pfarrer Voß mit Wirkung zum 1. Mai 2020 die Pfarrstelle der neu gebildeten Kirchengemeinde  Prichsenstadt-Altenschönbach-Bimbach und Brünnau mit allen Rechten und Pflichten übertragen wurde. Dort möge er als Seelsorger und Prediger wirken.

Text und Bild: Guido Plener / Main-Post

Pfarrer Martin Voß wurde von Dekan Günther Klöss-Schuster feierlich in sein Amt eingeführt. Foto: Guido PlenerPfarrer Martin Voß wurde von Dekan Günther Klöss-Schuster feierlich in sein Amt eingeführt. Foto: Guido PlenerGroßer Empfang wurde wegen Corona abgesagt
Das hatte man sich doch anders vorgestellt. Es hätte ein großer Festtag für die Kirchengemeinden werden sollen, man wollte Pfarrer Voß mit Chor, Bläsern und einem anschließenden Empfang im Sportheim willkommen heißen. „Aber, es ist wie es ist“, fügte der Dekan an.

Er zeigte nun den Anwesenden den beruflichen Werdegang ihres künftigen Pfarrers auf. Er wurde 1962 in Fischbach bei Nürnberg geboren und hatte in Erlangen sein theologisches Studium absolviert. Als junger Vikar sei er in Augsburg gewesen, dann Pfarrer in Hof an der Saale, später im fränkischen Osternohe. Ein weiterer Schritt seiner beruflichen Karriere führte ihn nach Ludwigsstadt, wo er das Amt des Dekans innehatte. Danach wechselte er nach Bad Wiessee in Oberbayern. Zudem war er der landeskirchliche Beauftragte für den Sport. Seine Hobbys seien Rad- und Skifahren, Wandern und Schwimmen. Aber auch die Musik sei seine Leidenschaft. Zudem ist seine Frau Kirchenmusikerin. Martin Voß hat zwei 20-jährige Kinder.

Warum hat es ihn den noch einmal nach Unterfranken gezogen? „ Weil wir mit Leib und Seele Franken sind.“ Der Dekan beendete seine Ausführungen mit einem Willkommensgruß vonseiten des Pfarrkapitels und des Dekanates.

Man muss den Blick über den Horizont richten
Im Anschluss führte er den neuen Pfarrer Martin Voß am Altar feierlich in sein Amt ein und erteilte ihm seinen Segen. Die Kirchenvorstände teilten ihr Einverständnis mit.

„Ohne mich könnt Ihr nichts tun. Diesen Satz werden Sie von mir nicht hören", teilte nun Pfarrer Voß den Anwesenden mit. Vakanzen hätten es nun einmal so an sich, dass die Kirchengemeinde auch ohne einen Pfarrer zurecht kommen müsse. Die Kirchenvorstände und vielen freiwilligen Mitarbeiter müssten nun alles in Eigenregie durchführen. Das können sie sicher eine Zeit lang meistern, aber mit einem Pfarrer sei alles doch leichter zu bewältigen.

Weiter führte der Pfarrer seine berufliche Laufbahn aus, die ihn bis hierher geführt hätte. Man müsse stets den Blick über den Horizont richten und weit nach vorne sehen, stellte er fest. Nach den zahlreichen Stationen im Süden Deutschlands habe es ihn zuletzt von der Diaspora-Gemeinde Bad Wiessee wieder zurück ins Frankenland gesehnt. Er wollte so gerne noch einmal den Blick auf die Weinberge genießen können.

Pfarrer Voß geht in acht Jahren in den Ruhestand
Dies griff er in seinen geistlichen Worten auf und forderte zu einem Blick zurück zur Quelle auf. In diesem Zusammenhang bezeichnete er Jesus Christus als Grund und Ziel des Glaubens. Ohne ihn können die Menschen keine Frucht bringen. In der Abendmahlsfeier zeige sich die Botschaft von Gnade und Barmherzigkeit.

Pfarrer Voß endete in seinem Vortrag damit, dass er sich auf acht Jahre gemeinsame Zeit, die mit seiner Versetzung in den Ruhestand enden werden, in den Gemeinden freue. Am Ende der Zeremonie sprachen zwei Vertrauensleute der Kirchenvorstände noch ein Grußwort. Holger Neubert aus Prichsenstadt brachte seine Freude über die Wahl der Stadt Prichsenstadt mit ihrer umgebenden Weingegend aus und versprach eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dazu bedankte er sich beim Dekan und dem Pfarrkapitel für die Unterstützung während der Vakanz.

Guido Plener lobte den Pfarrer als „Fels in der Brandung“ und zeigte sich erfreut über die künftige gemeinsame Zeit. Er betonte, dass der Geistliche auf einen gut funktionierenden Komplex an freiwillig Mitarbeitenden zurückgreifen könne.

Mit einem Lied endete diese außergewöhnliche Andacht der vier Kirchengemeinden. Am Dienstantrittstag, dem 1. Mai, waren Pfarrer Martin Voß und Ehefrau Tanja von den Vertrauensleuten an ihrem Pfarrhaus mit Brot und Salz empfangen worden.

Text und Bild: Guido Plener / Main-Post